Nase und Nasennebenhöhlen

Allgemeines
Mithilfe von CT und MRT lassen sich Entzündungen, Fremdkörper und Tumoren in der Nasenhöhle und den Nasennebenhöhlen schnell erkennen. Diese Untersuchungen liefern hinsichtlich Ausmaß und eventueller Infiltration mehr Informationen als die Rhinoskopie. Die Rhinoskopie bleibt natürlich für die Entnahme von Biopsien unverzichtbar.d
FALLBEISPIEL: Roetje, Katze mit wiederkehrendem Nasenausfluss
Roetje wurde überwiesen, da sie unter wiederkehrendem Nasenausfluss litt. Antibiotika führten zu einer deutlichen Linderung der Beschwerden, doch nach Beendigung der Behandlung trat der Ausfluss erneut auf. Eine Viruskultur eines Nasenabstrichs war negativ ausgefallen. Die Katze war nicht wirklich krank und hatte normalen Appetit.
Klinische Untersuchung: normale Temperatur, Puls und Atmung, Schleimhäute rosig, Lymphknoten im Unterkieferbereich leicht vergrößert, übrige Lymphknoten normal.
Da eine Rhinoskopie bei einem so kleinen Kätzchen oft sehr schwierig ist, hat der überweisende Kollege eine CT-Untersuchung angeordnet. Die CT-Bilder (im Banner dieser Seite) zeigen deutlich geschwollene Schleimhäute in der Nasenhöhle mit unbeeinträchtigten Nasenmuscheln und keinerlei Anzeichen für ein Tumorwachstum. Es gibt keine Anzeichen für eine Pilzinfektion. Wahrscheinlichkeitsdiagnose: Rhinitis.
Roetje wurde nach der Untersuchung über einen längeren Zeitraum mit Antibiotika behandelt und ist bis heute (ein halbes Jahr nach der Untersuchung) beschwerdefrei.