Flöhe und Zecken
Die häufigsten äußeren Parasiten bei Hunden und Katzen sind Flöhe und Zecken. Im Folgenden finden Sie Informationen zu diesen Plagegeistern sowie Hinweise zur Behandlung und Vorbeugung eines Befalls.

Flöhe
Flöhe sind Parasiten (Insekten), die auf unseren Haustieren leben und sowohl bei Tieren als auch bei Menschen große Belästigungen verursachen können. Der Juckreiz entsteht dadurch, dass insbesondere die weiblichen Flöhe eine Blutmahlzeit benötigen, bevor sie Eier legen. Die Bisse verursachen Reizungen und Entzündungen und können bei manchen Menschen und Tieren zu allergischen Reaktionen führen, die mit sehr starkem Juckreiz einhergehen (siehe Flohallergie).
Für eine wirksame Bekämpfung ist es hilfreich, etwas über das Leben der Flöhe zu wissen.
Der Lebenszyklus des Flohs umfasst vier Stadien:
- Der ausgewachsene Floh: Auf unseren Haustieren (auch Hunden) kommt vor allem der Katzenfloh vor. Dieser Floh lebt fast ständig auf Hunden und Katzen und legt innerhalb von 100 Tagen etwa 2000 Eier. Flöhe befinden sich vor allem am Bauch und am Rücken des Tieres und verursachen dort den Juckreiz. Flöhe produzieren Kot, der sich als kleine schwarze Körnchen im Fell finden lässt. Flöhe vertragen keine niedrigen Temperaturen und keine niedrige Luftfeuchtigkeit.
- Die Eier: Floheier fallen fast alle vom Tier ab und landen dort, wo sich das Tier aufhält. Das bedeutet, dass vor allem die Liegeplätze des Tieres (Korb, Couch, (Auto-)Sitze und Teppichböden) die Brutstätten für neue Flöhe sind. Auch Liegeplätze im Freien, im Garten, beherbergen oft viele Eier und Larven!
- Die Larven: Flohlarven sind etwa 3 mm lang, leben auf dem Boden in der Nähe der Eier und ernähren sich von Flohkot und organischen Abfällen. Larven sind lichtscheu und kriechen aktiv in den Teppichboden, in Ritzen oder Spalten (Holzböden!) oder (im Freien) unter Blätter. Sie vertragen weder Trockenheit noch niedrige Temperaturen. Mit modernen Mitteln lassen sie sich heutzutage, genau wie die Eier, bekämpfen. Früher war das viel schwieriger.
- Das Puppenstadium: In diesem Stadium ist die junge Flohlarve von einer dicken, undurchdringlichen Hülle umgeben, wodurch sie gut vor äußeren Einflüssen wie Bekämpfungsmitteln (außer Indorex) geschützt ist. In diesem Stadium bleiben die Flöhe etwa 150 Tage (5 Monate!) lebensfähig. Das Schlüpfen der Puppen wird durch Vibrationen auf dem Boden angeregt. Deshalb können Mensch und Tier bei der Rückkehr aus dem Urlaub von einer Armee frisch geschlüpfter Flöhe überfallen werden. Puppen lassen sich nur durch häufiges Staubsaugen bekämpfen.
Flohbekämpfung
Bei hartnäckigen Flohproblemen müssen wir die Flöhe an drei Fronten gleichzeitig und wiederholt bekämpfen:
- Bekämpfung ausgewachsener Flöhe durch die Behandlung aller Tiere im Haushalt.
- Bekämpfung der Eier.
- Bekämpfung von Larven und Puppen im Lebensraum des Haustiers.
Nur so erreichen wir den gewünschten Effekt! Das bedeutet, dass wir die folgenden Mittel wiederholt und gleichzeitig einsetzen müssen:
- Für Hunde und Katzen: Mittel, die mit Pipetten oder als Spray auf die Haut aufgetragen werden. Achtung: Einige Mittel enthalten Wirkstoffe, die bei Hunden sehr gut wirken, für Katzen jedoch sehr giftig sind. Verwenden Sie daher Mittel für Hunde und Katzen nicht durcheinander! Sehr einfachin der Anwendung sind Tabletten, die bei der Vorbeugung und Bekämpfung von Flöhen und Zecken sehr erfolgreich eingesetzt werden. Der Tierarzt kann Sie beraten, welches Mittel für Ihr Tier am besten geeignet ist.
- Im Haus: Regelmäßig staubsaugen (mindestens täglich), den Staubbeutel draußen in die Mülltonne werfen, nicht in den Treteimer! Schlafplätze mit geeigneten Mitteln besprühen, um Larven, Puppen und Eier abzutöten.
- Im Freien sollten Sie, soweit möglich, schattige Verstecke für Larven beseitigen. Das bedeutet, alte Haufen aus vertrockneten Blättern, Ästen usw. zu entfernen. Achten Sie auf andere Hunde und Katzen sowie auf Streuner. Auch diese können den Lebensraum (Garten) einschließlich der Lieblingsplätze Ihres Tieres erneut befallen. In diesem Zusammenhang sind auch Auslaufwiesen und Hundetoiletten verdächtig: Der Boden kann dort stark mit Larven und Eiern verseucht sein! Wie viele Hunde schütteln sich nach dem Geschäft nicht einmal ordentlich aus? Das ist die beste Methode, um Floheier zu verbreiten!
Bierhefe und Knoblauchtabletten sind als Mittel zur Flohbekämpfung völlig wirkungslos.
Flohbänder sind, insbesondere bei größeren Hunderassen, wenig wirksam. Sind sie jedoch mit dem richtigen Bekämpfungsmittel versehen, wirken sie sehr wohl gut gegen Zecken!
Zeichen
Zecken sind kleine blutsaugende Tierchen (keine Insekten), die sich auf Ihrem Hund oder Ihrer Katze festsetzen, wenn diese durch hohes Gras oder an Sträuchern entlanglaufen. Die Zecke bohrt sich in die Haut des Tieres ein und beginnt, Blut zu saugen. Nach einiger Zeit (einigen Tagen) ist die Zecke vollgesogen und fällt dann vom Tier ab. Solange die Zecke festsitzt, können Krankheiten übertragen werden. Es ist daher wichtig, eine Zecke nach dem Entdecken zu entfernen. Dies ist zwar kein Notfall, aber warten Sie auch nicht tagelang damit.
In den Niederlanden ist die bekannteste durch Zecken übertragene Krankheit die Lyme-Borreliose. Weitere durch Zecken übertragene Krankheiten sind Babesiose, Anaplasmose und Ehrlichiose.
Die Vorbeugung gegen Zeckenbisse ist daher wichtig. Hierfür gibt es eine Reihe wirksamer Mittel, die die Zecke bereits abtöten, bevor sie sich an der Haut festsetzen kann. Ihr Tierarzt kann Sie bei der Auswahl eines geeigneten Mittels beraten.
Sollten Sie eine Zecke an Ihrem Hund oder Ihrer Katze entdecken, ist es wichtig, diese vollständig zu entfernen. Dazu können Sie eine spezielle Zeckenzange verwenden. Verwenden Sie keinen Alkohol und achten Sie beim Entfernen darauf, dass der Kopf der Zecke nicht in der Haut zurückbleibt. Sollte dies dennoch passieren, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als zum Tierarzt zu gehen. Dieser kann den Kopf dann entfernen.