Voll ausgestattete Operationssäle

Die Klinik verfügt über drei sehr gut ausgestattete Operationssäle, die mit modernsten Anästhesie- und Überwachungsgeräten ausgestattet sind. Um eine sichere Narkose gewährleisten zu können, wird das zu operierende Tier vorab gründlich untersucht.

Nachsorge

Am Tag der Operation wird Ihr Tier aufgrund der Narkose noch etwas benommen sein. Lassen Sie es möglichst in Ruhe und geben Sie ihm bitte kein Futter. Wasser ist erlaubt, aber nicht zu viel und jeweils nur kleine Mengen. Am Tag nach der Operation darf es wieder ganz normal fressen und trinken.

Zögern Sie nicht, uns anzurufen, wenn Ihr Tier in den nächsten Tagen nicht fressen oder trinken möchte oder wenn eine deutliche Schwellung der Wunde auftritt. Auch Blutungen sind ein Grund, uns zu benachrichtigen.

Die Operationswunde wurde mit Nähten verschlossen; diese müssen nach 8 bis 10 Tagen (Sie erfahren nach der Operation, nach wie vielen Tagen) entfernt werden. Dazu können Sie zu einer der Sprechstunden kommen. Um zu verhindern, dass Ihr Tier an der Wunde leckt, trägt es eine Schutzhaube oder einen speziellen Anzug. Die Schutzhaube oder der Anzug müssen angelegt bleiben, da sich Operationswunden durch Lecken schnell entzünden können, wodurch sich die Nähte lösen.

Behandlungskosten, die durch das Lecken der Wunde entstehen, müssen wir Ihnen leider in Rechnung stellen. Ein Hund darf an der Leine ausgeführt werden, eine Katze muss jedoch im Haus bleiben, solange die Fäden noch nicht gezogen wurden.

Für welche Operationen können Sie sich an uns wenden? Hier eine Übersicht:

DER KOPF UND DER HALS:

Die Ohrmuscheln (Ohren):
• Chirurgische Behandlung eines Othematoms oder eines „Blutohrs“
• Naht von Wunden an den Ohrmuscheln
• Entfernung von Wucherungen an den Ohrmuscheln, z. B. teilweise oder vollständige Amputationen der Ohrmuschel.

Die Gehörgänge (Ohren):
• Teilweise (Zepp-Operation) oder vollständige (TECA = Total Ear Canal Ablation) Entfernung
• Entfernung eines Gehörgangs mit oder ohne laterale Bulla-Osteotomie
• Ventrale Bulla-Osteotomie
• Entfernung gutartiger Tumoren aus dem Gehörgang, z. B. eines Polypen bei der Katze

Die Augen und die Augenlider:
• Die kosmetische Entfernung von Augenlidgeschwülsten (am häufigsten angewandte Methode: H-Plastik)
• Die chirurgische Behandlung des Entropions (Einwärtsrollen der Augenlider)
• Enukleation des Augapfels oder die vollständige Entfernung des Augapfels bei irreversiblen Schäden wie Glaukom oder Tumoren.
• Die chirurgische Behandlung eines „Cherry Eye“ (vor allem bei jungen Hunden)

Die Nase (Spiegel):
• Entfernung von Wucherungen oder Vernähen von Wunden
• Vergrößerung der Nasenlöcher bei kurzschnäuzigen Rassen (Brachycephalen)

Der Rachenbereich:
• Die Verkürzung des weichen Gaumens (Palatum molle) bei kurzschnäuzigen Rassen
• Die Entfernung von Gewebe aus dem Nasenrachenraum

Die Luftröhre oder Trachea:
• Entfernung von Tumoren oder Fremdkörpern aus der zervikalen Trachea
• Naht von Wunden an der zervikalen Trachea

Die Speicheldrüsen:
• Entfernung erkrankter Speicheldrüsen und Drainage von Speicheldrüsenzysten (Mukozelen)

Die Schilddrüsen:
• Die Entfernung eines Schilddrüsentumors beim Hund

Die Lippen und die Zunge:
• Entfernung von Wucherungen oder das Nähen von Wunden.
• Teilweise Zungenamputation

DIE BAUCHHÖHLE:

Die Leber
• Entnahme chirurgischer Biopsien und Entfernung von Tumoren, soweit möglich

Die Milz:
• Im Allgemeinen wird die Milz bei Auffälligkeiten vollständig entfernt (Milzresektion)

Der Magen:
• Entnahme chirurgischer Biopsien
• Entfernung von Tumoren oder Fremdkörpern (Gastrotomie)
• Vorbeugende (bei großen Rassen mit tiefem Brustkorb) oder kurative Fixierung des Magens (Gastropexie)

Der Dünndarm:
• Entnahme chirurgischer Biopsien (über die gesamte Wanddicke)
• Entfernung von Fremdkörpern aus dem Dünndarm (Enterotomie)
• Entfernung eines Darmabschnitts bei schwerer Schädigung durch einen festsitzenden Fremdkörper oder bei Tumoren (Enterektomie)
• Die chirurgische Behandlung einer Darminvagination

Der Dickdarm:
• Entfernung von eingetrocknetem Material, wie es beispielsweise nach dem Verzehr von Knochen entstehen kann (Kolotomie)
• Entfernung von Gewebemassen aus dem Dickdarm (Kolektomie)
• Chirurgische Fixierung des Dickdarms, z. B. bei Rektumprolaps oder Perinealhernie (Kolopexie)
• Die chirurgische Behandlung des Megakolons bei Katzen (partielle oder vollständige Kolektomie)

Die Nieren:
• Entnahme chirurgischer Biopsien
• Entfernung einer gesamten erkrankten Niere (Nephrektomie)

Die Harnblase:
• Entfernung von Blasensteinen und Tumoren
• Teilweise Blasenamputationen bei Tumoren.

Die Harnwege männlicher Tiere:
• Durchführung einer Penisamputation beim Kater
• Durchführung einer Urethrostomie beim Rüden
• In beiden Fällen erhalten die Tiere eine sogenannte „neue Harnröhrenöffnung“, wenn sie aufgrund einer Verstopfung durch Steine oder Sand nicht mehr urinieren können.

Das Geschlechtsorgan männlicher Tiere:
• Die normale Kastration eines Rüden
• Die Kastration eines Rüden mit einem oder beiden Hoden in der Leiste
• Die Kastration eines Rüden mit einem oder beiden Hoden in der Bauchhöhle
• Wenn ein oder beide Hoden nicht herabgestiegen sind, spricht man von einer Kryptorchidie.
• Die Drainage oder (teilweise) Entfernung von Prostatazysten oder -abszessen
• Das Nähen von Wunden oder die Entfernung von Gewebemassen am Penis oder an der Vorhaut
• Die operative Behandlung eines Harnröhrenprolaps beim Rüden

Das Geschlechtsorgan weiblicher Tiere:
• Die normale Sterilisation einer jungen Hündin (nur Entfernung der Eierstöcke)
• Die laparoskopische Sterilisation einer jungen Hündin
• Die vollständige Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke bei älteren Hündinnen im Falle einer Gebärmutterentzündung (Pyometra), von Zysten oder Tumoren an den Eierstöcken.
• Das Nähen von Wunden und die Entfernung von Gewebeveränderungen in der Scheide und an der Vulva

Milchdrüsen:
• Die vollständige (vollständige Listerektomie) oder teilweise Entfernung der Milchdrüsen bei Geschwülsten an den Milchdrüsen.

DIE EXTREMITÄTEN:

Die Gliedmaßen
• Das Nähen von Wunden und das Entfernen von Geschwülsten.

Der Schwanz:
• Das Nähen von Wunden, das Entfernen von Geschwülsten (Talgbeulen) sowie die Durchführung einer (teilweisen) Schwanzamputation bei großen Defekten.

DIE BAUCH- UND BRUSTWAND:

• Das Nähen von Wunden und das Entfernen von Geschwülsten

HERNIEN ODER BRÜCHE:

• Die chirurgische Behandlung verschiedener Arten von Hernien, wie Nabelhernien (Hernia umbilicalis), Leistenhernien (Hernia inguinalis), Wundhernien, Hernien nach Traumata sowie Perinealhernien bei Rüden.

DER ANALBEREICH:

• Die operative Entfernung der Analsäcke oder Analdrüsen bei wiederholter Überfüllung oder Entzündung
• Die Entfernung von Tumoren der Analsäcke
• Die Entfernung von perianalen Geschwülsten

ORTHOPÄDIE:

Vorderes Kreuzbandriss
Patellaluxation
• Schulterchirurgie
• Hüftkopfresektionen
Für Operationen an der Wirbelsäule (u. a. Bandscheibenvorfall-Operationen) verweisen wir an eine Tierklinik mit umfassender Fachkompetenz auf diesem Gebiet.

Laparoskopische Sterilisation

Bei der Sterilisation einer Hündin werden normalerweise nur die Eierstöcke (Ovarien) entfernt. Bei einer Anomalie der Gebärmutter kann es erforderlich sein, die gesamte Gebärmutter zu entfernen. Bei der „klassischen“ Methode wird ein Schnitt in die Bauchdecke vorgenommen, und der Tierarzt bindet die Eierstöcke manuell ab und entfernt sie. Die Hündin wird dann nicht mehr läufig.

Heutzutage ist es auch möglich, eine Hündin mittels einer minimalinvasiven Operation (Laparoskopie) zu sterilisieren.
Durch drei kleine Einstiche von etwa 5 mm können wir mit einer Kamera und einigen Instrumenten in den Bauchraum vordringen. Über einen Bildschirm und die Vergrößerung der Kamera erhält der Tierarzt eine gute Sicht, um die Organe und die Gebärmutter beurteilen zu können. Wenn alles in Ordnung ist, werden die Eierstöcke mittels Elektrokauterisation entfernt.

DIE VORTEILE DER LAPAROSKOPISCHEN STERILISATION:

  • Weniger Schmerzen nach der Operation, da kein großer Schnitt erforderlich ist. Außerdem werden die Haltebänder der Eierstöcke nicht gedehnt.
  • Das Risiko einer Wundinfektion ist aufgrund der kleinen Einstichstellen deutlich geringer
  • Geringeres Risiko von Nachblutungen – dies wird sofort mit der Kamera überprüft.
  • Schnellere Genesung und schnellere Rückkehr zur Normalität: Sie werden früher wieder essen können und dürfen bereits einen Tag nach der Operation wieder mehr Bewegung machen.
  • Ein guter Überblick über alle Organe während der Operation.

DIE NACHTEILE DER LAPAROSKOPISCHEN STERILISATION:

  • Stellt der Tierarzt fest, dass die Gebärmutter nicht normal aussieht, ist es notwendig, doch noch auf „klassische“ Weise zu operieren und die gesamte Gebärmutter zu entfernen.
  • Die Kosten sind höher, da spezielle Geräte zum Einsatz kommen.

 

LAPAROSKOPISCHE STERILISATION

Jederzeit telefonisch erreichbar unter 0499 - 374 205