CT des Brustkorbs

Eine CT-Untersuchung des Brustkorbs kann problemlos durchgeführt werden, sofern der Zustand des Patienten es zulässt, dass die Atmung für kurze Zeit (maximal 20 Sekunden) angehalten wird. Bei den meisten Patienten stellt dies keinerlei Problem dar.

Mithilfe einer Thorax-CT lassen sich alle Strukturen im Brustkorb darstellen, wobei durch den Einsatz von Filtern und Kontrastmittel viele Auffälligkeiten besser sichtbar gemacht werden können als bei Röntgenaufnahmen.

FALLBEISPIEL: Cindy, 7-jähriger Malinois, plötzliche Atemnot

Cindy wurde wegen einer relativ schnell auftretenden Atemnot überwiesen.
Klinische Untersuchung: normale Temperatur, P = 120, Atmung: Keuchen/Kurzatmigkeit.
Im rechten Lungenfeld stark verminderte Lungengeräusche, links keine Auffälligkeiten. Schleimhaut rosa, Lungenlappen nicht vergrößert.

Der überweisende Tierarzt vermutete eine Lungenlappenverdrehung. Die CT-Bilder zeigten laut dem Radiologen „einen multilobulären Tumor in der rechten Lunge mit Invasion in den rechten Vorhof, die Hohlvene und den rechten Hauptbronchus. Außerdem ist eine Masse in der rechten Brustwand zu erkennen“. Im Banner dieser Seite sind einige CT-Bilder zu sehen. Differentialdiagnostisch kommen ein Lymphom, ein histiozytäres Sarkom oder ein primärer Lungentumor in Betracht.

Cindy wurde nach einigen Tagen eingeschläfert.

Thorax-1
Thorax-2

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