Impfung

Ihr Kaninchen muss geimpft werden

Impfungen

Ihr Kaninchen muss gegen das virale hämorrhagische Syndrom (abgekürzt VHS) und Myxomatose geimpft werden. VHS wird auch als Rabbit Haemorrhagic Disease (abgekürzt RHD) oder Viral Haemorrhagic Disease (abgekürzt VHD) bezeichnet. Myxomatose und VHS können bei nicht geimpften Kaninchen tödlich verlaufen, und für keine dieser beiden Krankheiten gibt es ein spezifisches Heilmittel. Der einzige Schutz, den Sie Ihrem Kaninchen bieten können, ist die Impfung.
VHS wird durch direkten Kontakt zwischen Kaninchen (sowohl Wild- als auch Hauskaninchen) übertragen, eine Ansteckung mit dem Virus kann jedoch auch indirekt über Menschen, Kleidung, Schuhe, andere Gegenstände und Flöhe erfolgen. Myxomatose wird in der Regel durch Flöhe und andere stechende Insekten wie Mücken übertragen und daher leicht von Wildkaninchen auf Hauskaninchen übertragen. Eine kombinierte Myxomatose-VHS-Impfung kann bereits ab einem Alter von 5 Wochen verabreicht werden, mit einer Auffrischungsimpfung alle 12 Monate. Unsere Praxis gibt Ihnen gerne weitere Informationen zur Impfung und zur Flohbekämpfung.

Jährliche Gesundheitsuntersuchung

Der beste Weg, Gesundheitsprobleme bei Ihren Kaninchen vorzubeugen, ist eine regelmäßige Gesundheitsuntersuchung. Diese findet idealerweise einmal im Jahr statt, zeitgleich mit den Impfungen. Ihr Kaninchen wird dabei umfassend untersucht, wobei auch die Zähne (vor allem im hinteren Bereich des Mauls) auf Anzeichen einer „Malokklusion“ (wenn Ober- und Unterkiefer nicht richtig zusammenpassen) überprüft werden können. Eine Malokklusion kann zu Abplatzungen an den Backenzähnen und zu Zungengeschwüren führen.
Kaninchen, bei denen Zahnprobleme bekannt sind, müssen häufiger untersucht werden – auf jeden Fall alle 6 bis 8 Wochen. Für eine umfassende Zahnuntersuchung muss Ihr Kaninchen betäubt werden.

Myxomatose und VSH

Myxomatose und das virale hämorrhagische Syndrom (abgekürzt VHS) sind zwei schwere (aber vermeidbare) Infektionskrankheiten bei Kaninchen. VHS wird auch als „Rabbit Haemorrhagic Disease“ (abgekürzt RHD) oder „Viral Haemorrhagic Disease“ (abgekürzt VHD) bezeichnet. Im Folgenden finden Sie Antworten auf einige häufig gestellte Fragen zu beiden Krankheiten sowie Ratschläge, wie Sie Ihr Haustier schützen können.

Was sind die Symptome?

  • Ist mein Kaninchen gefährdet?
  • Wie verbreitet sich die Krankheit?
  • Wie schnell wird mein Kaninchen krank?
  • Wie hoch ist die Überlebenschance von Kaninchen nach einer Ansteckung?
  • Wie lassen sich diese Krankheiten bekämpfen?

Wie verbreitet sich die Krankheit?
Myxomatose wird vor allem durch blutsaugende Insekten wie den Kaninchenfloh sowie durch Mücken übertragen. Da dieses Virus jedoch auch durch direkten Kontakt zwischen Kaninchen übertragen werden kann, lässt sich die Ausbreitung der Krankheit nicht allein durch die Bekämpfung blutsaugender Insekten verhindern.
Das VHS-Virus wird über den Urin, den Kot und die Atemwegssekrete infizierter Kaninchen ausgeschieden und verbreitet sich schnell auf andere Tiere, entweder durch direkten Kontakt oder durch die Ausbreitung des Virus – das so widerstandsfähig ist, dass es viele Monate in der Umgebung überleben kann – über infizierte Kleidung, Ställe, Wasser, Stroh,
Heu, Futtertröge und andere Gegenstände.
Wie schnell erkrankt mein Kaninchen?
Bei Myxomatose dauert es 5 bis 14 Tage, bis die Krankheitssymptome sichtbar werden. Die Inkubationszeit von VHS ist viel kürzer, meist zwischen 1 und 3 Tagen. Ein weiteres Merkmal von VHS ist, dass der Krankheitsverlauf viel akuter ist und viele Tiere vor ihrem Tod keine deutlichen Symptome zeigen.

Wie hoch ist die Überlebenschance für Kaninchen nach einer Ansteckung?
Im Allgemeinen führt eine schwere Myxomatose-Infektion bei einem anfälligen Kaninchen innerhalb von 12 Tagen zum Tod, meist infolge einer sekundären Lungeninfektion. Mit Myxomatose infizierte Kaninchen können manchmal noch Wochen oder sogar Monate nach der Ansteckung weiterleben. Nicht alle infizierten Kaninchen sterben, obwohl in freier Wildbahn weniger als 10 % überleben.
Mit VHS infizierte Kaninchen hingegen sterben im Allgemeinen viel schneller – meist innerhalb von 12 bis 36 Stunden nach dem ersten Auftreten der Krankheitssymptome (obwohl in den meisten Fällen keine deutlichen Krankheitssymptome vorliegen, abgesehen von Trägheit und Antriebslosigkeit).

Wie lassen sich diese Krankheiten bekämpfen?
Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Bekämpfung von parasitären Insekten (insbesondere bei Myxomatose)
    Myxomatose wird in der Regel durch blutsaugende Insekten übertragen, weshalb die Bekämpfung von Flöhen und Mücken von entscheidender Bedeutung ist. Da Myxomatose auch durch direkten Kontakt übertragen werden kann, wird empfohlen, Wildkaninchen von Ihren Kaninchen fernzuhalten und Flohbekämpfungsmittel wie Hauttropfen und Sprays zu verwenden. Die Bekämpfung von Mücken ist schwieriger, hierfür können jedoch Insektenschutzstreifen und Netze (Moskitonetze) eingesetzt werden. Auch trockene Einstreu hilft bei der Bekämpfung von Mücken.
  • Impfung (sowohl gegen Myxomatose als auch gegen VHS)
    Es gibt einen Impfstoff, mit dem Sie Ihr Kaninchen gegen Myxomatose und VHS impfen lassen können. Mit einer einzigen Impfung wird Ihr Haustier gegen beide Krankheiten immun. Jedes Jahr muss eine Auffrischungsimpfung verabreicht werden. Gerne geben wir Ihnen weitere Informationen zur Impfung gegen Myxomatose und VHS.

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